Mit Pausen Pferde motivieren

Pausen können mehr, als man glaubt: Sie sorgen für viel mehr Motivation im Training. Wenn dein Pferd nämlich weiß, dass auf die anstrengende Übung Entspannung und womöglich sogar noch ein Lob folgt, dann ist seine Motivation zur Mitarbeit sehr viel höher, als wenn nach der Anstrengung eine andere Anstrengung kommt.

Wenn ihr nach einer Übungseinheit eine kurze Pause macht, dann kann dein Pferd über seine neuen Aufgaben nachdenken. Außerdem kann es seine Muskeln entspannen. Ein stetes Wechselspiel von Anspannung und Entspannung ist für die Muskeln elementar, denn sie können nur effizient arbeiten, wenn zwischen An- und Entspannung eine Balance herrscht.

Doch nicht nur dein Pferd braucht immer wieder kurze Pausen. Auch für dich sind kleine Unterbrechungen im Training wichtig. Du kannst ebenfalls tief durchatmen, zur Ruhe kommen und deine Muskeln entspannen. Häufig spannen wir uns selbst nämlich viel zu sehr an und merken es gar nicht, zum Beispiel wenn du konzentriert an Seitengängen wie dem Schulterherein arbeitest.

Außerdem hast du in der Pause die Möglichkeit, dich gedanklich neu zu sammeln. Nach einer kurzen Pause geht es viel besser weiter, denn die Motivation ist gleich viel höher. Wie eine Pause aussieht, ist individuell und von Pferd zu Pferd und Situation zu Situation verschieden.

Haflinger beim Pause machen

Pausen individuell auf das Pferd abstimmen

Es gibt verschiedene Arten von Pausen:

  • Kurze Pausen
  • Schritt-Pausen am langen Zügel
  • Anhalte-Pausen
  • Spaß-Pausen

Je nachdem, welche Pause gemacht wird, unterscheidet sich die Dauer der Pause. Die kurzen Pausen beim Erlernen einer Lektion dauern nur ein paar Sekunden, eine Schritt-Pause hingegen kann, ebenso wie eine Anhalte- oder eine Spaß-Pause auch mal ein, zwei, drei Minuten dauern.

Wann und wie oft eine Pause erforderlich ist, musst du abhängig machen von deinem Pferd und der jeweiligen Situation. Du kennst dein Pferd am besten und kannst somit am ehesten erkennen, wann es eine Pause braucht, weil sich die positive Anspannung in Verspannung umwandelt und Ermüdungserscheinungen auftreten.

Ganz wichtig ist es, Pause zu machen, bevor dein Pferd überfordert ist und Stress bekommt. Denn wenn dieser Punkt erreicht ist, hat das Pferd keine Lust mehr mitzuarbeiten. Sind Kopf und Körper müde, beeinflusst dies die Lernfähigkeit und die Motivation zur Mitarbeit negativ.

Hör auf, wenn du merkst, dass es zu viel ist

Damit sich Muskeln aufbauen müssen sie „gereizt“ werden – das bedeutet, man setzt sie Belastungen aus, die höher sind als sie es gewöhnt sind. Dabei sollte man diese Phase der höheren Belastung nicht zu lange aufrechterhalten, ansonsten übersäuern die Muskeln und es gibt Muskelkater. Wenn Du also merkst, dass Dein Pferd erschöpft ist, baue eine Pause ein oder beende das Training ganz.

Lass zwischendurch die Seele baumeln

Damit es im Training nicht zu Ermüdungserscheinungen oder Überbelastungen kommt, es der Wechsel zwischen Belastung (Training) und Entlastung (Pausen) extrem wichtig.
Nicht nur der Körper, sondern auch der Geist braucht das Entspannen nach der Leistung. Nimm deshalb regelmäßige Entspannungsphasen in deinen Trainingsplan auf. Du kannst es mal einen Tag lang nur betüddeln oder Grasen gehen.

Seele baumeln lassen

Pausen zwischen den Trainingseinheiten

Die Pausen zwischen den einzelnen Trainingseinheiten dürfen auch nicht vergessen werden, denn nur in den Pausen wachsen die Muskeln. Für ein erfolgreiches Training ist Trainingsplan wichtig. Dieser sollte alle wichtigsten Trainingsprinzipien beinhalten und auf Dich und Dein individuell Pferd abgestimmt sein.